Verträge optimieren und langfristig sparen

Letzte Aktualisierung am 28. Juli 2019

Mit kaum etwas greifen uns große Firmen tiefer in die Tasche als mit Verträgen. Verträge optimieren sollte daher bei jedem regelmäßig auf der Tagesordnung stehen. Dabei sollte aber nicht nur überprüft werden, ob es auch günstigere Angebote gibt. Auch Verträge die man gar nicht benötigt sollte man von Zeit zu Zeit finden und loswerden. Wo ihr dabei überall hinsehen müsst, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Versicherungen vergleichen und wechseln

Versicherungen gegenüber bin ich zwiegespalten. Sicher habe ich nichts von einer Versicherung, die am Ende nicht zahlt, weil genau der eingetretene Schadensfall nicht mit versichert war. Deshalb bin ich bislang immer bei recht guten Versicherungen gewesen, die viele Inklusivleistungen haben. Das lassen die sich aber auch bezahlen. Wenn ich dann mal zurück denke wie oft ich eine Versicherungsleistung in Anspruch genommen habe…

Es lohnt sich daher bei einer Versicherung auch immer die Leistungen mit zu vergleichen. Sind in einer Kasko-Versicherung für das Auto Wildunfälle mit versichert, ist diese natürlich teurer als die ohne Wildunfall. Die Frage ist: was ist einem das Wert? Macht euch daher schon vor dem Vergleich genau bewusst, was ihr von einer Versicherung erwartet. Nur so könnt ihr im Vergleichsrechner nach genau diesen Kriterien filtern. Und nur so findet ihr das für euch beste Angebot.

Das gilt übrigens auch für alle anderen Versicherungen. Unterschiede gibt es bei allen Versicherungen von Hausrat bis Berufsunfähigkeit. Verschenkt kein Geld für Leistungen die ihr eh nie in Anspruch nehmen werdet!

Verträge optimieren und dabei nicht die Versorger vergessen

Ein beliebtes Spiel ist das alljährliche Vergleichen der Stromanbieter. Das ergibt Sinn, denn der Strom ist ein großer Posten im Haushaltsbuch. Außerdem kann man hier Jahr für Jahr wieder neue Angebote ergattern. Damit das geht, sollte die Mindestvertragslaufzeit nicht länger sein als zwölf Monate. Sonst heißt es für euch Aussetzen.

Wichtig bei einem Vergleich ist es, seinen Verbrauch möglichst genau zu kennen. Die Schätzungen nach Anzahl der Personen im Haushalt sind bei mir immer deutlich zu hoch. Vielleicht bin ich beim Strom sparen aber auch schon zu gut. Jedenfalls kann ein falsch geschätzter Verbrauch sich absolut negativ auf die tatsächlichen Kosten auswirken. Dann stimmt nämlich die Kalkulation aus Grundpreis und Arbeitspreis nicht mehr. Im Zweifel sollte man lieber einen Anbieter mit niedrigem Grundpreis wählen. Dadurch zahlt ihr dann nur, was ihr auch tatsächlich verbraucht.

Ich selber gehe immer zu Anbietern, die mir in Summe einen niedrigen Abschlag versprechen. Unabhängig von irgendwelchen Boni. Den Wechselbonus wähle ich im Vergleichsrechner immer direkt ab. Denn den habe ich nur im ersten Jahr. Um im zweiten Jahr weiter zu sparen muss ich wieder wechseln. Sofern es die Vertragslaufzeit zulässt. Einen günstigen Tarif habe ich hingegen so lange, bis der Versorger die Preise erhöht. So kann ich auch mal zwei oder drei Jahre ohne Wechsel auskommen.

Außerdem nehme ich keine zusätzlichen Geräte zum Vertrag. Über die gesamte Vertragslaufzeit ist Tablet und Co bestimmt zu teuer.

Telefon- / Handy- / und DSL-Verträge optimieren

Während Strom zu den Dingen gehört die wir brauchen, gehört alles was uns mit dem Internet verbindet zu den Dingen die wir wollen. Und dafür sind wir bereit erstaunlich viel Geld auszugeben. Mir wird alle zwei Jahre, wenn bei mir ein Vergleich und ein Wechsel ansteht, regelmäßig schwindelig. Wer bitte braucht einen Handy-Vertrag für 30 oder 40 Euro. Meiner kostet 6,99 Euro und dafür kann ich kostenlos surfen und WhatsApp schreiben. Um die 30 Euro voll zu bekommen müsste ich dann noch ganz viel telefonieren. Verträge optimieren heißt hier also auch mal die Inklusivleistungen prüfen. Brauchst du das wirklich?

Gleiches gilt für Festnetz und DSL-Tarife. 400 MBit Downloadgeschwindigkeit? Bei mir wurde die Leistung meiner Internetleitung immer durch den Upload begrenzt. Lasst euch von hohen, und teuren, Downloadwerten nicht blenden und vergleicht auch den Upload. Und dann ist da ja noch die Sache mit der Deutschland-Flat, EU-Flat und Welt-Flat. Mal unter uns, wie oft im Jahr rufst du deinen alten, ausgewanderten Schulfreund in Belize an? Richtig, Skype ist ja auch günstiger!

Bei Streamingdiensten ist Zurückhaltung angesagt

Streamingdienste fallen ebenfalls in die Kategorie wollen aber nicht brauchen. Wir lieben es anscheinend unser Geld für etwas auszugeben, was wir noch nicht einmal in der Hand halten können. Und dann noch zu überteuerten Preisen. Wenn ich bei Amazon 3,99 Euro bezahlen muss um einen Film zu leihen will ich mich ja immer fast weigern. So viel hat eine DVD oder Blu-ray damals in der Videothek nicht gekostet. Aber man ist ja faul.

Viel tragischer sind aber noch die ganzen Grundgebühren. Während sich beim Musikstreaming ja der Preis bei etwa zehn Euro eingependelt hat, schlagen einige Anbieter für Videostreaming richtig über die Strenge. Und weil Netflix nicht reicht, hat man auch noch Maxdome und Amazon Prime Video. Warum? Leute, entscheidet euch. Und gebt das Geld lieber sinnvoll aus.

Ich habe mich übrigens auch schon zu einigen Streaming-Abos hinreißen lassen. Neben Amazon Prime Video habe ich noch einen Account bei Google Play Music und Audible. Alleine für Play Music und Audible sind jeden Monat 25 Euro fällig. Also 300 Euro im Jahr. Ich glaube nicht, dass ich früher so viel Geld für CDs und Bücher ausgegeben habe.

Grundsätzlich sind Verträge immer zu teuer

Ob Versicherung, Strom, Gas, Handy oder Streamingdienst. Jeder Vertrag ist zu teuer. In den meisten Fällen steht der Preis in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung. Deshalb gilt es abzuwägen welchen Vertrag man wirklich braucht, oder will. Regelmäßig die Verträge optimieren heißt also nicht nur nach günstigeren Alternativen zu suchen. Auch zu überlegen, ob man das wirklich braucht gehört dazu.

Zum Beispiel wird keine Fitnessstudio Geld mit den Leuten verdienen, die da hin gehen. das Geld bringen die Leute, die nicht hin gehen. Die, die umsonst bezahlen. Die, die den Vertrag eigentlich nicht brauchen, aber wohl meinen, das Fitnessstudio benötigt das Geld dringender. Glaub mir, keiner braucht das Geld dringender als du. Und kein anderer hat das Geld mehr verdient als du. Du gehst dafür arbeiten, mach was schönes damit!

Hast du so ein Fass ohne Boden? Schreib uns in den Kommentaren in welche Vertrags- oder Abo-Falle du getappt bist. Und hilf damit den anderen Lesern nicht den gleichen Fehler zu begehen.

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