Sparen im Alltag mit 1.000 Möglichkeiten

Letzte Aktualisierung am 1. August 2019

Durch die Optimierung von Verträgen oder Änderung des Heizverhaltens kann man schon viel machen. Um das Sparen im Alltag kommt man aber auf keinen Fall herum. Hier lauern zwar meist nur kleine Kostenfallen, aber dafür viele. Und das Tag für Tag. Wer es genau wissen möchte findet im Internet Listen mit 900 Möglichkeiten im Alltag Geld zu sparen. Ich sage es gibt 1.000. Davon nenne ich euch hier nur ein paar. Aber die sollen zum Denken anregen.

Eine Einkaufsliste ist Gold wert

Jeder weiß, dass man nicht hungrig einkaufen gehen sollte. Aber ohne eine Einkaufsliste einkaufen gehen ist genau so nicht empfehlenswert. Früher habe ich immer gedacht, dass wäre egal. Wenn ich etwas vergessen habe, dann hole ich es halt später. Das muss man dann auch tuen, weil ohne Einkaufsliste vergesst ihr die Hälfte.

Das Problem ist aber nicht nur das Vergessen sondern das auf Verdacht kaufen. Man kauft Dinge die man glaubt zu brauchen, aber am Ende doch nicht braucht. Damit wächst die Vorratskammer immer weiter an. Am Ende wird weggeschmissen. Bezahlt sind die Sachen trotzdem.

Deshalb ist mein Tipp sich genau zu überlegen was man kaufen möchte. Am besten macht man sich einmal die Woche einen Speiseplan für die ganze Woche. Frühstück ist wohl meistens immer das gleiche und kann pauschal auf die Einkaufsliste. Aber vor allem Mittagessen soll geplant werden. Für jeden Tag ein Rezept raussuchen, Zutaten aufschreiben, die benötigten Mengen zusammen rechnen. Fertig ist die Einkaufsliste.

Sparen im Alltag bedeutet Angebote zu nutzen

Das ist ein Tipp den man immer wieder hört und der eigentlich auch Sinn macht. Warum sollte man auch für etwas mehr bezahlen, wenn es gerade im Angebot ist. Das Doppelpack Shampoo zu kaufen wenn es im Angebot ist, macht aber auch nur dann Sinn, wenn ich viel Shampoo verbrauche. Steht die zweite Flasche lange bei mir rum, dann ist sie erstmal eine Fehlinvestition. Ich habe das oft mit Parfum. Die Verkäuferinnen wollen mir immer die besonders großen Flaschen verkaufen, weil ich da ja so viel spare. Bei mir hält aber auch eine kleine Flasche schon ein Jahr. Große Flaschen werden bei mir gefühlt nie leer. Hier würde ich am falschen Ende sparen.

Mein Gegenbeispiel hierzu ist Saft. Ich habe mir angewöhnt jeden Morgen ein Glas Saft zu trinken. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und dieses Glas soll mir auch schmecken weshalb ich nicht den billigsten kaufe. Hier macht es jetzt einen Unterschied ob ich jede Woche zwei Flaschen für je 1,49 Euro kaufe, oder ob ich Angebote abwarte und gleich 24 Flaschen für je 99 Cent kaufe.

Bei welchen Dingen es sich lohnt auf Angebote zu hoffen und diese zu nutzen ist sehr individuell. Sich die Wohnung mit irgendwelchen Sachen voll zu stellen nur weil man gerade einen Gutschein dafür hat, ergibt in meinen Augen gar keinen Sinn. Mann sollte genau abwägen, ob es nicht günstiger ist, nur die Dinge und Mengen zu kaufen, die man wirklich braucht.

Verkaufen vs. wegschmeißen

Die altbekannte Wegwerfgesellschaft in der wir leben sollen! Ich habe das Gefühl, dass sich das langsam schon wieder verändert und wir weniger wegwerfen. Wir bringen unsere eigenen Dosen mit an die Wursttheke, Plastiktüten kosten extra und auch bei den Getränken sieht man mittlerweile wieder mehr Kästen mit Glasflaschen. Überhaupt, Nachhaltigkeit scheint “In” zu sein.

Da verwundert es nicht, dass auch Kleinanzeigen ein regelrechtes Comeback gefeiert haben. Es ist ja auch bequem geworden. Niemand muss mehr Anzeigen bei Zeitungen aufgeben oder spezielle Zeitschriften für Kleinanzeigen kaufen. Nur eine App installieren. Der Rest läuft ganz automatisch. Sparen im Alltag kann mit dieser Möglichkeit nicht nur bedeuten, günstig gebrauchte Sachen zu kaufen. Man kann seine gebrauchten Sachen auch selber verkaufen. Richtig erfreulich es, wenn man sich etwas “neues” gebraucht kauft, und dafür das gleiche bezahlt wie man für seine alten Sachen noch bekommen hat.

Sparen im Alltag durch Leihen oder Mieten

Nicht alles was man braucht, braucht man dauerhaft. Mal ein Werkzeug oder eine Maschine die man für ein Projekt braucht sind das beste Beispiel. Ich habe mal an meinem Auto die Bremsscheiben selber gewechselt. Dazu habe ich mir ein Buch gekauft, in dem alles Beschrieben war. Und eine Flasche Schraubensicherung. Diese beiden Sachen haben mich genau so viel gekostet, wie mich die Werkstatt gekostet hätte.  Und ich habe sie nie wieder gebraucht. Für die gleichen Kosten hätte ich die Scheiben also wechseln lassen können. Oder ich hätte mir jemanden gesucht, der mir das Buch und die Sicherung leiht. Dann hätte ich gespart.

Gerade unter den jüngeren Menschen und in den Städten ist es mittlerweile Gang und Gäbe nicht mehr selber zu besitzen. Ein eigenes Auto in Hamburg? Und 110 Euro jeden Monat für einen Stellplatz bezahlen? Für viele junge Menschen schon jetzt undenkbar. Immerhin kann man sich an jeder Ecke ein Carsharing Auto nehmen. Eigenes Fahrrad? Siehe Carsharing! Eigentumswohnung? Viel zu unflexibel.

Kleinere Anschaffungen kann man gefühlt jeden Tag hinterfragen. Bohrer gibt’s beim Nachbarn, Bohrmaschinen mietet man sich bei OBI und die Kamera für den Urlaub mietet man bei grover. Größere Anschaffungen muss man dann man durchrechnen. Wenn man nur am Wochenende ein Auto braucht, lohnt sich vielleicht ein Wochenendabo von Sixt.

Selber kochen

Meine Frau und ich sind beide Berufstätig. Da ist es verlockend, sich auf der Arbeit etwas zu kaufen oder in die Kantine zu gehen. Die Kinder bekommen dafür ebenfalls fünf Euro in die Hand gedrückt. Eine Zeitlang haben wir das tatsächlich so gemacht. Bis wir gemerkt haben was das kostet. Mit drei Kindern waren wir unter der Woche täglich 25 Euro für das Mittagessen los. Also 125 Euro in der Woche. Dazu kommt noch der reguläre Einkauf für das Wochenende, Frühstück und Abendessen.

Für 25 Euro kann man schon wirklich gut selber kochen. Also kocht meine Frau jetzt das Essen für den nächsten Tag vor. So kommen wir für unseren Wocheneinkauf, dank der oben erwähnten Einkaufsliste, mit einem Budget von etwa 150 Euro aus. Das beinhaltet dann auch das Wochenende, Frühstück und Abendessen. Und wir essen auch noch gesünder.

Im Alltag sparen mit Budgets und Bargeld

Da ich weiß, dass ich mit 150 Euro für den Wocheneinkauf auskomme, habe ich mir hieraus ein Budget gemacht. Über die Woche kommen vielleicht noch mal 50 Euro außer der Reihe dazu, aber mit 200 Euro in der Woche kommen wir aus. Das ist unser Wochenbudget.

Clever ist es jetzt, sich diese Summe regelmäßig jede Woche in Bar abzuheben. Dieses feste Budget kann man jetzt ausgeben wie man will (Man sollte vielleicht mit dem wichtigen Wocheneinkauf anfangen). Aber wenn es weg ist, ist es weg. Dann muss man eisern genug sein, bis zum nächsten “Zahltag” zu warten. Auch für Zigaretten ist dann kein Geld mehr da.

Sparen im Alltag. Zerbrochene Zigaretten auf Geldscheinen.
Geld sparen im Alltag kann auch bedeuten auf Zigaretten zu verzichten.

Wie SmartHome dabei helfen kann im Alltag zu sparen

Früher, vor dem Siegeszug der LED, war ich noch ziemlich unentspannt. Ich bin fast schon unseren Kindern und meiner Frau hinterher gelaufen, um das Licht wieder auszuschalten. In jedem Raum der betreten wird, wird das Licht eingeschaltet, beim Verlassen aber nicht wieder ausgeschaltet. Dank intelligenter Lichtschalter und Bewegungsmeldern funktioniert das heute entweder automatisch oder dank Alexa auf Zuruf. Auch wenn es sich nicht mehr wirklich lohnt.

Lohnen tut es sich aber immer noch bei den Heizkosten. Hier helfen vernetzte Heizkörperthermostate. Diese halten nicht nur die optimale Temperatur, sie regeln den Heizkörper auch runter sobald gelüftet wird. Das kann je nach Heizverhalten richtig Geld sparen. Aber auch Rollos können intelligent gesteuert werden. Sparen im Alltag bedeutet für mich auch, die Wärme im Haus zu halten. Solange tagsüber die Sonne durch die Fenster scheint sind die Rollos daher offen. Zu Sonnenuntergang können sie dann ruhig automatisch schließen und die Energie drinnen halten.

Heizkörperthermostat von Innogy Smarthome.
Das Heizkörperthemostat von Innogy Smarthome hält die vorab als optimal definierte Temperatur.

Der eigene Lebensstil und die Konsumspirale

Ich sehe es ja an mir selber. Kaum hat man einen Fernseher gekauft, ist der aus der Werbung viel cooler. Kaum hat man eine neue Küchenmaschine, fällt einem auf, dass man doch eine Funktion vermisst, die eine Maschine aber hätte. Und warum hat eigentlich ausgerechnet meine Waschmaschine kein spezielles Jeans-Programm?

Unsere Ansprüche und unser Lebensstil wachsen nicht nur mit jeder Lohnerhöhung. Mit jedem Kauf setzten wir uns einen neunen Standard der möglichst schnell gefestigt oder erhöht werden muss. Wir Menschen sind halt nie zufrieden. Deshalb spreche ich hier von einer Konsumspirale. Je mehr ich besitze, desto mehr will ich haben. Ein Teufelskreis. Wenn auch nur unbewusst.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen gibt es nur eine Möglichkeit: Den absoluten Verzicht. Besitze ich keinen Fernseher, kann ein anderer nicht größer oder schärfer sein. Auch das Nachfolgemodell eines Autos kann mich nicht beeindrucken wenn ich es nicht mit dem Vorgänger vergleichen kann. Das hört sich nach krassen Schritten an. Aber fangt doch mal klein an. Zum Beispiel mit sozialen Netzwerken. Das große Smartphone wird euch sehr schnell überflüssig vorkommen.

Noch 1.000 andere Tipps…

… könnte man hier geben. Aber das würde dann den Rahmen sprengen (Außerdem fallen mir spontan kein mehr ein). Also seid mal etwas kreativ und denkt mal selber darüber nach wo ihr überall euer Geld ausgebt.

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