Heizkosten sparen mit minimalem Aufwand

Letzte Aktualisierung am 2. Juni 2019

Das ganze Jahr über zahlen wir einen nicht unerheblichen Abschlag für die Heizkosten an unseren Vermieter. Dabei heizen wir gar nicht das ganze Jahr. Innerhalb weniger Monate verursachen wir Kosten für ein ganzes Jahr. Heizkosten zu sparen ist daher auch nur eine Sache von wenigen Monaten. Aber es zahlt sich das ganze Jahr über aus.

Heizkosten sparen durch richtiges Lüften

Wer falsch lüftet, verschwendet Geld! So einfach ist das. Dabei ist es gar nicht schwer, richtig zu lüften. Grundsätzlich muss man nur Dauerlüften vermeiden und stattdessen Stoßlüften.

Unter Dauerlüften verstehe ich ein ständig geöffnetes Fenster. Dabei spielt es keine Rolle ob es ganz geöffnet oder angekippt ist. In beiden Fällen sind Wände und Möbel in der Nähe des Fensters ständig der kalten Außenluft ausgesetzt. Die Folge ist, dass diese Bereiche auskühlen. Das ist aus zwei Gründen absolut ungewollt.

  1. Wir das Fenster irgendwann wieder geschlossen, ist in den Wänden und Möbeln keine Wärme mehr gespeichert die an die Umgebungsluft abgegeben werden könnte. Ganz im Gegenteil. Während die Energie zum Aufheizen des Raumes die Heizung liefern muss, kühlen die kalten Wände den Raum wieder runter. Erst wenn die Wände wieder aufgeheizt sind, stellt sich wieder ein Gleichgewicht ein.
  2. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte Luft. Je nach Jahreszeit kann die Luftfeuchtigkeit einen Wert haben, der in der “warmen” Raumluft gelöst sein kann, in der “kalten” Umgebung des Fensters aber nicht. Die Feuchtigkeit wird kondensieren und kann zu Schimmel führen.

Stoßlüften hingegen wird immer nur kurzzeitig gemacht. Dabei werden die Fenster vorzugsweise nicht auf Kipp sondern ganz geöffnet. Idealerweise auch nicht nur ein Fenster oder die Fenster eines Raumes, sondern mehrere Fenster und Räume. Das sorgt für Durchzug. Wird nach wenigen Minuten wieder alles geschlossen, helfen die noch warmen Wände den Raum wieder aufzuheizen.

Heizkosten sparen mit dem Tür- und Fenstersensor von Innogy Smarthome.
Der Tür- und Fenstersensor von Innogy Smarthome schaltet bei geöffnetem Fenster die Heizung aus.

Jedes Grad ist bares Geld

Nein, niemand soll frieren. Aber jeder der auch im Winter 23°C in seiner Wohnung braucht, muss sich bewusst sein diese auch bezahlen zu müssen. Heizkosten sparen geht am besten über die Raumtemperatur. Denn jedes Grad ist bares Geld.

Die Gesetze der Thermodynamik besagen, dass die Wärmeleitung umso schneller ist je größer der Temperaturunterschied ist. Wie, Wärmeleitung? Ganz einfach. Trotz immer besser werdender Isolierungen wandert die Wärme durch die Hauswand von drinnen nach draußen. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto größer sind unsere Verluste. Und der Temperaturunterschied kann durch beide Seiten beeinflusst werden. Durch die Außentemperatur und die Innentemperatur.

Nehmen wir mal an, wir haben eine Außentemperatur von 10°C und eine Innentemperatur von 20°C. Die Temperaturdifferenz beträgt 10°C. Erhöhen wir die Innentemperatur auf 23°C erhöht sich auch die Temperaturdifferenz auf 13°C. Nur mal so überschlagen, das sind 30%!

Heizkosten sparen durch Freiraum vor der Heizung

Eigentlich sollte es doch kein Thema mehr sein, seine Wohnung so einzurichten, dass keine Heizung zugestellt wird. Aber immer wieder sehe ich Sofas direkt vor der Heizung. Gardinen direkt auf der Heizung. Dekorationsartikel auf der Heizung. Oder sogar Bücherregale auf der Heizung.

Mal ganz ehrlich, wo soll die Wärme denn hin? Unsere aktuellen Plattenheizkörper leben davon, das sie von Luft durchströmt werden, diese aufgewärmt wird, und diese aufgewärmte Luft von der Heizung weg in unsere Räume strömen kann. Stellen wir die Heizung, wie auch immer, zu, erzeugen wir einen Wärmestau. Nur die Luft in unmittelbarer Umgebung wird aufgewärmt. Und da bleibt sie auch.

Was das mit dem Heizkostenverteiler macht, und mit der Raumluft nicht macht, kann sich jeder selber ausrechnen.

Was die Kleidung mit Heizkosten zu tun hat

Wie oben schon beschrieben, kann man durch jedes Grad Temperatursenkung einiges an Heizkosten sparen. Aber niemand will oder muss frieren. Die Raumtemperatur nach diesem Beitrag pauschal um 3 Grad zu senken wird nicht klappen. Dann habe ich euch demotiviert und alles bleibt beim Alten. Es klappt, wenn man vorher mal überlegt, wann man wo und wie ist.

Ist man berufstätig, spricht doch nichts dagegen, vormittags eine niedrigere Temperatur zu haben. Wenn ich mittags zu Hause bin und Koche, Putze oder was man sonst so macht, will ich es schon wärmer haben. Aber auch nicht zu warm. Sonst komme ich bei der Arbeit noch ins Schwitzen. Abends, ja da sitze ich dann mehr oder weniger regungslos da und starre in den Fernseher oder lese ein Buch. Und friere. Genau entsprechend diesem Verlauf muss sich auch die Raumtemperatur ändern. Und die Übergänge von Schwitzen, Frieren oder Angenehm, die kann ich beeinflussen. Durch witterungsbedingte Kleidung.

Im T-Shirt brauch ich beim Kochen vielleicht 22°C um mich wohl zu fühlen. Mit Hemd sind es möglicherweise nur 21°C. Und wer weiß, vielleicht reichen mit auch 20°C wenn ich noch einen Pullover über habe. Es gab mal einen Politiker der für diese Aussage richtig Schälte kassiert hat. deshalb versteht mich bitte nicht falsch. Aber im Winter trägt man nun mal Pullover. Auch zu Hause.

Intelligent Heizkosten sparen mit SmartHome

Wer das Potential der absolut ausschöpfen und richtig Heizkosten sparen will, der investiert einmalig eine SmartHome Anlage. Damit lässt sich die Heizung mehr oder weniger automatisch steuern. Einmal programmiert, werden sinnvolle Temperaturverläufe abgefahren. Dadurch werden nur die Räume geheizt, in denen es notwendig ist. Alle anderen Räume werden hingegen vor Unterkühlung oder Schimmel geschützt.

Sehr interessante Räume für eine SmartHome Anwendung sind vor allem Schlaf- und Badezimmer. In diesen Räumen möchte man morgens nach dem Aufstehen eine angenehme Temperatur haben. Gerade im Badezimmer müsste man dazu schon abends die Heizung hochfahren. Mit SmartHome kann die Anlage so eingestellt werden, dass der Raum kurz vor dem Aufstehen warm ist. Im Tagesverlauf können diese Räume dann wieder etwas herunter gefahren werden.

Heizkörperthermostat von Innogy Smarthome.
Das Heizkörperthemostat von Innogy Smarthome hält die vorab als optimal definierte Temperatur und hilft so Heizkosten sparen.

Ebenfalls interessante Räume sind Esszimmer und Wohnzimmer. Esszimmer müssen vor allem zu den Mahlzeiten angenehm geheizt sein. Zwischen den Mahlzeiten stört ein Grad weniger nicht. Und im Wohnzimmer hat man es gerne spät abends noch kuschelig warm. Zu dieser Zeit kommt der Körper langsam zur Ruhe und würde sonst auskühlen.

Etwas günstiger geht es übrigens auch mit elektronischen Heizkörperthermostaten. Die Bedienung und der Funktionsumfang sind aber mit richtigen SmartHome Thermostaten nicht zu vergleichen.

Weniger ist mehr

Wer Heizkosten sparen will, muss vor allem eines: Runterdrehen! Jedes zu viel geheizte Grad Raumtemperatur, jeder unnötig geheizte Raum, und jede Minute zu lange geöffnetes Fenster kosten uns Geld. Dabei ist es gar nicht schwer einmal die richtige Einstellung für die Heizung zu finden und beizubehalten. Oder das Fenster geschlossen zu halten. Man könnte fast schon von “minimalem Aufwand” reden.

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