Geldanlage optimieren für höhere Renditen

Letzte Aktualisierung am 5. Oktober 2019

Nicht immer nur ist das Geld so knapp, dass wir jeden Cent drei mal umdrehen müssen. Manchmal haben wir vielleicht doch noch ein paar Euro übrig. Oft höre ich aber auch Aussagen wie “wozu Sparen, es gibt ja eh keine Zinsen mehr”. Klar gibt es auf dem Girokonto keine Zinsen mehr. Und auf einem Sparbuch auch nicht. Auch wenn wir Deutschen es seit Jahrzehnten gewohnt sind unser Geld aufs Sparbuch zu bringen. Darum müsst ihr eure Geldanlage optimieren. Jammert nicht über das Zinstief. Macht was aus eurem Geld!

Geldanlage optimieren und besser anlegen

Wer mit 0,0% Zinsen zufrieden ist, der kann sein Geld aufs Sparbuch bringen. Und wer zu faul ist sich eine passende Geldanlage zu suchen soll sein Geld auf dem Girokonto lassen. Wer aber nicht darauf warten möchte, dass sein Geld mit einem Negativzins belastet wird, der sollte sich umsehen.

Zinsgünstig anlegen – durch optimierte Geldanlage

Da uns die Zinsen nicht mehr anspringen ist auch klar, wer was haben möchte muss Risiko eingehen. Deshalb sollten wir uns bewusst werden, wie viel Risiko uns die Rendite Wert ist. Und auch, ob und wann wir das Geld wieder benötigen. Grundsätzlich gilt, je kurzfristiger eine Geldanlage ist, desto geringer sollte das Risiko und die Schwankungen sein.

Das Geld für die Steuernachzahlung am Jahresende muss viel sicherer angelegt werden als das Geld für das neue Auto in fünf Jahren oder sogar die Rente in 30 Jahren. Macht euch also bewusst wie langfristig das Geld angelegt werden soll. Um die Geldanlage optimieren zu können, ist es also notwendig alle Anlagen nach Fälligkeit zu sortieren.

Robo Advisor / Vermögensverwalter

Viele Direktbanken bieten die Möglichkeit an, direkt Wertpapiere an den Börsen zu handeln. Ich selber habe das mehrere Jahre gemacht und auch jedes Jahr deutlich zweistellige Renditen realisieren können. Aber auch auf Kosten meines Herzens, denn manche Wochen oder Monate waren alles andere als witzig. Mittlerweile habe ich meine paar Euro in die Hände eines Vermögensverwalters gegeben. Und ich brauche mir keine Gedanken mehr über Kaufen oder Verkaufen machen.

Vermögensverwalter fragen genau ab, welche Ziele man verfolgt. Aufgrund dieser Angaben wird dann ein Portfolio zusammen gestellt. Das kann ETFs, Anleihen, Immobilien, Edelmetalle oder sogar Barmittel wie Geldmarktprodukte enthalten. Wie sich das Portfolio genau zusammen setzt ist abhängig von den Zielen, der Risikobereitschaft und der Marktsituation. In der aktuellen Marktsituation wird zum Beispiel kein Vermögensverwalter auf Immobilien oder Gold setzten. Das Risiko steht hier in keinem Verhältnis zum erwarteten Gewinn. Würdet ihr privat genau so handeln?

Vermögensverwalter arbeiten dabei sehr transparent und informieren genau darüber was sie mit deinem Geld machen. Und auch welche Risiken bestehen. Die Risikokennzahlen sind dabei für Neuanleger nicht immer leicht zu verstehen, aber wenn ihr euch ein paar Minuten damit auseinander setzt, ist es machbar. Eine Auswahl der aktiven Vermögensverwalter findet ihr auch in meinem Vergleichsrechner.

Wertpapierhandel

Wie oben schon beschrieben, habe ich eine Zeitlang selber mit Wertpapieren gehandelt. Das kann ich aber nur empfehlen, wenn ihr das Geld wirklich über Jahre oder Jahrzehnte nicht benötigt. Ihr selber werdet niemals ein so breites Portfolio aufstellen, dass ein großer Verlust ausreichend ausgeglichen wird.

Wer sich wenig mit dem Thema beschäftigen will, aber eine langfristige Anlage in Wertpapiere sucht, der sollte auf ETFs oder alteingesessene Fonds setzten. Da diese einen großen Markt repräsentieren sind die Schwankungen hier überschaubar. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Anlage über Monate oder Jahre im Minus ist. In jedem Fall heißt es hier Ruhe bewahren und warten bis der Markt sich wieder erholt hat. Wer clever ist, kauft billig nach.

Das handeln von Einzelaktien kann genau so langfristig angegangen werden. Das macht aber nicht so viel Spaß und bringt auch nicht so viel. Viel spannender ist es möglichst günstig ein- und möglichst teuer zu verkaufen. Und das noch innerhalb kürzester Zeit. Ab wie oben schon beschrieben, das ist nichts für schwache Nerven.

Tagesgeldkonten

Vermögensverwalter haben relativ hohe Mindestsummen die angelegt werden müssen. Direkte Anlagen an der Börse unterliegen einem hohen Risiko und sollten daher sehr langfristig sein. Wer kleinere Summen anlegen möchte, kommt an Tagesgeldkonten nicht vorbei. Aber auch für kurzfristige Anlagen unter drei Jahren sind Tagesgeldkonten oft die erste Wahl.

Geld mit Vorhängeschloss - Geldanlage optimieren und auf Nummer sicher gehen.
Wer seine Geldanlage optimieren möchte kommt an Tagesgeldkonten für sichere Anlagen unter drei Jahren nicht vorbei.

Das was früher das Sparbuch war, ist heute das Tagesgeldkonto. Es bietet feste Zinsen und eine tägliche Verfügbarkeit des Geldes. Weil die Bank aber eben garantiert, dass das Geld jederzeit verfügbar ist, kann sie nur schlecht damit arbeiten. Und so sind auch die Zinsen überschaubar. Dafür braucht man keine Angst vor Verlusten haben. Die Anlage ist in dem Moment in dem sie benötigt wird definitiv nicht im Minus.

Zinsen im Blick behalten und so die Geldanlage optimieren

Welche Anlageform du auch immer auswählst, sei dir stets bewusst wie hoch die zu erwartende Rendite ist. Die ist nämlich nicht immer gleich. Vor allem festverzinste Anlagen wie Tagesgeld, Sparpläne oder Zuwachssparen ändern schon mal den Zinssatz. Dann sollte man wieder prüfen ob es sich nicht lohnt, das Geld in ein anderes Produkt zu investieren.

Aber auch bei nicht festverzinsten Anlagen gibt es berechenbare Schwankungen. Denn auch hier berechnen die Institute eine erwartete Rendite. Wenn diese sinkt, sollte man sich zumindest überlegen, ob damit das Risiko noch tragbar ist. Steigt sie, ist man vielleicht ehr bereit sein sicheres Geld vom Tagesgeldkonto in riskantere Anlageformen zu stecken.

Haben kommt von halten

Die beste Geldanlage nützt uns nichts, wenn wir das erwirtschaftete Geld direkt wieder ausgeben. Und das geht für Finanzprodukte schneller als man gucken kann. Denn genau so schnell wie sich die Guthabenzinsen verändern, so schnell verändern sich auch die Zinsen für Kredite.

Geldanlage optimieren beginnt beim Girokonto

Wer seine Geldanlage optimieren will, muss daher nicht nur sehen wo er das meiste Geld bekommt. Genau so wichtig ist auch zu sehen, wo denn das Geld wieder ausgeben wird. An erster Stelle auf dieser Liste steht bei mir das Girokonto. Denn hier gibt es tatsächlich noch Menschen, die bereit sind eine monatliche Kontoführungsgebühr zu bezahlen.

Das muss nicht sein, denn mittlerweile bieten sehr viele Banken auch kostenfreie Girokonten an. Manchmal ist das an einen bestimmten monatlichen Geldeingang geknüpft. Oft ist ein Konto aber auch generell kostenlos. Die Ausrede mit dem Service, der Sicherheit und der Erreichbarkeit lasse ich übrigens nicht mehr gelten. Während das Guthaben auf einem Girokonto durch den Einlagensicherungsfond gesichert ist, finde ich es viel entspannter ein online-Formular auszufüllen als mich in einer Filiale in die Schlage zu stellen.

Wenn ihr noch Kontoführungsgebühren bezahlt, seht euch doch mal ein paar Girokonten anderer Banken an. Ein Blick in meinen Vergleichsrechner ist da schon ein Anfang.

Zinsgünstige Kredite nutzen

Auch bei Krediten kann man schnell zu viel zahlen. Das liegt nicht daran, dass man einen zu teuren Kreditvertrag abgeschlossen hat, sondern daran, dass die Zinsen in der letzten Zeit immer weiter gesunken sind. Vor allem bei Krediten die schon lange laufen hat man damals zu einem höheren Zinssatz abgeschlossen als man ihn heute bekommen würde.

Normale Ratenkredite können meistens einfach durch einen günstigeren Kredit abgelöst werden. Das lohnt sich meistens aber nur, wenn der Kredit noch eine relativ lange Restlaufzeit hat und keine Gebühren für die Sondertilgung fällig werden. Schwieriger ist es bei Baufinanzierungen. Hier würde es sich auch am meisten lohnen. Daher empfehle ich bei Baufinanzierungen immer eine möglichst kurze Laufzeit zu wählen. Nicht nur, dass man so den günstigsten Zins bekommt, man kann auch so am flexibelsten auf Änderungen des Zinsniveaus reagieren.

Auch hier heißt es aber in erster Linie vergleichen. Und sich in den Vergleichsrechnern nicht von den variablen Zinssätzen blenden lassen. Diese sind Bonitätsabhängig und der Anbieter macht einem meist ein deutlich teureres Angebot. Lieber auf feste Zinssätze vertrauen. Die sehen zwar erstmal teurer aus, sind aber am Ende meistens doch günstiger.

Dispo-Kredite vermeiden

Auch wenn die Zinsen in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken sind, die Zinsen für einen Dispositionskredit sind immer noch höher als die für einen Ratenkredit. Der Dispo fängt kurzfristige Engpässe für ein paar Monate ab, darf aber keine Dauerlösung sein. Ist es absehbar, dass der Dispo nicht innerhalb eines Jahres wieder ausgeglichen werden kann, sollte man ihn durch einen Ratenkredit ablösen.

Ich habe nichts zu verschenken

Und ich denke, du auch nicht. Deshalb verschaffe die regelmäßig einen Überblick über deine Finanzen. Nur so kannst du deine Geldanlage optimieren. Und verschenkst kein Geld. Weder für Gebühren die nicht sein müssen, noch für Zinsen die du entweder zu viel bezahlst oder zu wenig bekommst.

Sei der Erste, der das kommentiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.